Für Jugendliche & junge Erwachsene

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Die Jugend will lieber angeregt, als unterrichtet sein.
— Johann Wolfgang von Goethe

Noch immer haben viele Menschen das Vorurteil, dass nur die Menschenpsychotherapeutische Hilfe suchen,  die irgendwie verrückt sind. Tatsächlich ist es aber in den meisten Ländern dieser Welt so, dass Psychotherapeuten vor allem mit vollkommen "normalen" Menschen arbeiten. Diese Menschen haben oft nur für kurze Zeit Schwierigkeiten mit den Anforderungen ihres Lebens fertig zu werden. Fast alle Menschen brauchen in ihrem Leben irgendwann einmal Unterstützung und viele von ihnen suchen dann einen Therapeuten auf, um mit dessen Hilfe ihre Probleme verstehen zu lernen und ihr Leben wieder besser leben zu können.

Aber was ist eigentlich Psychotherapie? 

Psychotherapie heißt wörtlich: Behandlung/Heilung der Seele. Sie bietet Hilfe bei Ängsten, Depressionen, Essstörungen, Familienkrisen, Konflikten und vielem mehr.

Therapeutische Hilfe holt man sich dann, wenn man merkt, dass man an der eigenen Situation etwas ändern möchte, aber nicht weiss, wie man zu dieser Veränderung kommen kann.

Es gibt verschiedenste Gründe, warum jemand sich für eine Psychotherapie entscheidet. Hier einige wenige Beispiele: 

  • Du hast Angst vor bestimmten Situationen, Menschen, Dingen oder Tieren.
  • Du hast häufig Schwierigkeiten mit anderen (z.B. Deinen Eltern, Lehrern, Freunden).
  • Du fühlst Dich oft niedergeschlagen und Dir fehlt die Freude am Leben.
  • Du befindest Dich in einer schwierigen Lebenssituation (z.B. haben sich Deine Eltern getrennt).
  • Du fühlst Dich lustlos, erschöpft und ständig überfordert.
  • Oft plagst Du Dich mit Grübeleien, Gedanken, die Dir vielleicht peinlich sind.
  • Du hast Probleme beim Ein- und Durchschlafen.
  • Du möchtest Dich selbst lieber mögen.
  • Du bekommst rasendes Herzklopfen und hast Angst davor sterben zu können. 
  • Du wirst von Deinen Mitschülern gemobbt.
  • Du denkst manchmal an Selbstmord.
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Was passiert in der Therapie?

Jede Sitzung dauert 50 Minuten. Während unseres ersten Treffens, dem Erstgespräch, geht es zum einen darum, dass wir uns kennenlernen. Du musst Dich bei mir wohlfühlen und für Dich die Frage beantworten, ob Du Dir vorstellen kannst, über einen längeren Zeitraum hinweg jede Woche mindestens einmal zu mir zu kommen. 

Zum anderen werde ich Dir erklären, wie ich arbeite. Danach interessiert es mich, warum Du kommst. Du kannst entscheiden, ob wir das lieber zu zweit oder mit Deiner Mutter und/oder Deinem Vater besprechen. Nach den ersten Sitzungen entscheidest Du, ob eine Therapie für Dich in Frage kommt, und wenn ja, ob ich die richtige Therapeutin für Dich bin. Umgekehrt werde auch ich Dir sagen, ob ich der Meinung bin, dass ich Dir helfen kann. 

In der Regel findet Therapie über das stattgefundene Gespräch statt. Ich stelle Fragen, die Dir helfen, Dich und Deine Situation besser zu verstehen und Lösungen zu entwickeln. Und natürlich bin ich auch immer offen für Deine Fragen, solltest Du welche haben. Klar ist, dass eine Therapie immer freiwillig ist und Ziele und Wünsche vorher auch von Dir benannt werden, also es immer um Deine Wünsche geht. Manchmal haben auch Eltern Veränderungswünsche, bei denen wir besprechen sollten, ob Du sie für Dich auch annehmen möchtest. Dann können wir natürlich auch an diesen Veränderungen arbeiten.

Jede Therapie läuft anders ab. Du wirst immer wieder mal daran zweifeln, ob Dir das alles überhaupt etwas bringt. Du wirst Fortschritte machen und manchmal auch Rückschritte. Das gehört dazu, ebenso wie Krisen und Höhepunkte. Beide können Kennzeichen für Wendepunkte in Deinem Leben sein. 

Was erfahren meine Eltern? 

Deine Eltern erfahren nur das, was Du mir erlaubst, mit ihnen zu besprechen. Es sei denn, es ginge darum, Dich vor einer „Eigengefährdung“ zu schützen. 

Wie lange dauert die Therapie?

Das ist schwer zu beantworten. Das hängt zum Beispiel davon ab, wie sehr die Probleme Dein Leben beeinträchtigen, wie lange sie schon andauern und welche Unterstützung Du von Deinem Umfeld bekommst. Manchmal dauert eine Therapie nur einige Monate, manchmal kann es aber auch ein oder zwei Jahre dauern, bis wir uns in unregelmässigen Abständen treffen, um uns dann schlussendlich voneinander zu verabschieden. 

Wie oft muss ich kommen? 

Die Sitzungen finden in der Regel einmal pro Woche statt. Während sehr belastender Zeiten kann die Sitzungsfrequenz auch auf zwei Mal pro Woche erhöht werden. Dies alles passiert aber nur mit Deiner Zustimmung. 

Gegen Ende der Therapie werden die Abstände zwischen den Sitzungen langsam immer größer, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du meine therapeutische Hilfe nicht mehr brauchst.  

Es ist sehr wichtig, dass Du weißt, dass es notwendig für das Gelingen und den Erfolg Deiner Therapie ist, dass die Sitzungen regelmässig stattfinden. Anders als beim Hausarzt geht man zum Therapeuten nämlich auch dann, wenn es einem gerade gut geht.

Psychotherapie - etwas für mich?

Wir Therapeuten wissen, dass Ihr Jugendlichen manchmal nicht allzu begeistert von der Idee seid, Euch psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Aber manchmal muss man sich und einer Therapie einfach nur eine Chance geben. Viele spüren schon relativ schnell, ob sie sich in einer Psychotherapiepraxis und vor allem auch mit dem Therapeuten wohlfühlen. Das kann man natürlich nur herausfinden, wenn man es mal ausprobiert hat. Und viele psychische Störungen, die Erwachsene haben, sind im Kindes- oder Jugendalter erstmals aufgetreten. Deswegen ist eine frühzeitige Behandlung wichtig, damit man gestärkt und gesund in das Erwachsenenleben starten kann.

Eine interessante Seite über Gefühle findest Du hier.

Wie funktioniert die Anmeldung?

Ab einem Alter von 15 Jahren kann sich jeder Jugendliche selber bei mir melden und einen Termin vereinbaren. Junge Erwachsene ab dem 22. Lebensjahr gehen zu einem Erwachsenentherapeuten. 

Möchtest Du nicht alleine mit mir Kontakt aufnehmen, dann können sich selbstverständlich Deine Eltern an mich wenden. 

Die Kontaktaufnahme mit mir erfolgt entweder telefonisch oder per Email.